NOT NOT UTOPIA
Dave Bopp, Anita Bürgi, Nicola Jaeggli, Reto Mächler, Olga Titus, Marco Wyss
7.5.–5.7.2026
In was für einer Welt leben wir aktuell? Wie können wir angesichts einer instabilen Gegenwart optimistisch bleiben? Klimakrise, politische Spannungen, kriegerische Konflikte, technologische Umbrüche verunsichern – utopische Weltentwürfe scheinen weit entfernt. Dabei braucht es sie als Gegenpol, ob als Sehnsuchtsbild, Traumdarstellung oder Vision einer möglichen Zukunft.
Die gezeigten Werke von Anita Bürgi (*1974), Dave Bopp (*1988), Nicola Jaeggli (*1955), Reto Mächler (*1962), Olga Titus (*1977) und Marco Wyss,(*1976) setzen sich mit imaginären Welten auseinander. Diese zeigen sich lichtvoll, poetisch oder traumhaft und tragen zugleich Brüche, Irritationen und Widersprüche in sich. Motive, die vordergründig harmonisch und harmlos erscheinen, können auf den zweiten Blick jedoch ins Dystopische kippen. Malerische Traumlandschaften, künstliche Architekturen aus Elektroschrott, organische Formen, technoide Strukturen und Biografisches überlagern sich in den gezeigten Werken. Sie setzen sich als sinnliche Erfahrungen ab und laden dazu ein, sich mit neuen Möglichkeitsräumen auseinanderzusetzen.
Not Not Utopia ist ein Ausstellungsprojekt der Künstler:innengruppe Winterthur in Kollaboration mit den oxyd – Kunsträumen. Kuratiert von Katharina Henking und Bruno Streich.
Die Ausstellung wird unterstützt durch: Kulturstiftung des Kantons Thurgau, S. Eustachius-Stiftung
Rahmenprogramm:
Vernissage
Ausstellungsrundgang mit den Kurator*innen
Familienworkshop. Wir träumen uns ...
In was für einer Welt würden wir morgen gerne aufwachen? Wie sieht diese aus? Wie riecht diese? Und was kommt darin alles vor? Gemeinsam mit Marco Wyss, Künstler der Ausstellung NOT NOT UTOPIA gestalten wir mit Pappe und Farbe unsere eigenen Welten.
Wo: oxyd, Untere Vogelsangstr. 4, 8400 Winterthur
Teilnahme ab 4 Jahren.
Anmeldung an vermittlung@oxydart.ch Kosten: Richtpreis: 5 / 10 / 15 CHF
Was wäre wenn? Ein Abend mit drei Kurzvorträgen
Mit:
Adrian Christopher Notz, Kurator
Sara Satir, Coach und Podcasterin
Thomas Stocker, Klimaforscher
Mit welchen möglichen Zukünften werden wir konfrontiert sein? Und welche Herausforderungen, aber auch Chancen werden diese mit sich bringen? In der Berichterstattung häufen sich dystopische Szenarien, zugleich sehnen wir uns nach Gegenentwürfen, visionären Projekten und zukunftsgestaltenden Utopien. Die drei Expert:innen nähern sich dem Thema aus unterschiedlichen Perspektiven und umkreisen dabei die Frage, was wir in Zeiten der Ungewissheit brauchen, um handlungsfähig zu bleiben und wie eine spekulative, nährende Zukunft aussehen könnte.
Adrian Christopher Notz ist ehem. Kurator für KI und Kunst am ETH AI Center und Experte an der Schnittstelle von Kunst, Wissenschaft und Technologie.
Sara Satir führt seit zwölf Jahren eine eigene Coaching-Praxis und hat einen der ersten Podcasts der Schweiz gegründet. Sie ist Expertin für Inklusion und Gleichstellung.
Thomas Stocker ist Professor für Klima und Umweltphysik und erforscht die Entwicklung von Klimamodellen zur Simulation vergangener und künftiger Klimaänderungen.
Klangimprovisation mit Philipp Zehnder und Reto Mächler
Der Anfang vom Ende. Eine Klangimprovisation rund um Reto Mächlers Installation NEW JULIER CITY mit Philipp Zehnder (Perkussionist und Klangtüftler) und Reto Mächler (Multimedia-Künstler)
Finissage und Rundgang mit den Künstler*innen